Der Triops
Triops longicaudatus

Der Triops ist ein Urzeitkrebs, der in seiner heutigen Form schon vor über 200 Millionen Jahren auf der Erde gelebt hat. Er ist daher die älteste noch lebende Tierart. Die drei bekanntesten und am meist erforschten Arten Triops australiensis, Triops cancriformis und Triops longicaudatus können im Aquarium gehalten werden. Aber neben diesen drei Arten gibt es noch weitere deutlich weniger bekannte. Diese sind nicht für das Aquarium geeignet, da ihre Ansprüche dort nicht erfüllt werden können. Egal, welche der Arten gehalten wird, man sollte sie auf keinen Fall der Natur entnehmen, oder sie in die Natur aussetzen, weil die Tiere geschützt sind und es zur Faunenverfälschung kommen kann.



Triops longicaudatus
Die bekannten Triopsarten:

Über die meisten dieser Arten gibt es bisher kaum oder gar keine Informationen, da sie bisher nur sehr spärlich erforscht wurden.

Die Gattung Triops gehört zur Familie Triopsidae, welcher auch die Gattung Lepidus angehört. Die Familie Triopsidae gehört als einzige der Ordnung der Rückenschaler oder Kieferfüßer (Notostraca) an. Die zweite Gattung der Triopsidae ist die Gattund Lepidurus. Zu ihr gehören die Arten:

  • Lepidurus apus
  • Lepidurus arcticus
  • Lepidurus batesoni
  • Lepidurus bilobatus
  • Lepidurus couesii
  • Lepidurus cryptus
  • Lepidurus lemmoni
  • Lepidurus lynchi
  • Lepidurus mongolicus

Lepidurus apus kommt auch in Deutschland vor, bevorzugt aber deutlich kältere Gewässer als die Triopsarten.

Systematik

Übersicht der Krebstiere
Einteilung der Triopsidae innherhalb der Krebstiere

Lebensraum

Die verschiedenen Triopsarten leben in unterschiedlichen Regionen der Erde. Sie sind auf fast jedem Kontinent zu finden. Bei uns ist Triops cancriformis heimisch, welchen man früher öfters, heute nur noch selten in Tümpel oder Pfützen finden kann.
Der Triops lebt in temporären Gewässern, die meist nur kurze Zeit bestehen, und in denen daher in der Regel auch keine Fische oder ähnliches leben. Dieser außergewöhnliche Lebensraum entsteht meist durch Überschwemmungen oder Regen. Oft trocknen sie auch nach kurzer Zeit wieder aus. An diese Bedingungen hat sich der Triops optimal angepasst. Er wird sehr schnell groß und vergräbt meist schon nach wenigen Tagen die ersten Dauereier, die auch Crysten genannt werden. Diese Eier trocknen dann aus und können mehrere Jahrzehnte in Trockenheit überdauern, bis sie dann wieder ins Wasser gelangen und eine neue Generation der Triops schlüpft.

Lebensweise

Aus den Dauereiern (Crysten) der Triops schlüpfen nach wenigen Stunden bis Tagen die Nauplien, die Triopslarven. Nach wenigen Stunden findet dann die ersten Häutungen statt und nach wenigen Tagen entwickelt sich aus der Larve ein normaler Triops. Der Triops wächst dann je nach den Bedingungen mehr oder weniger schnell. Nach meist acht bis vierzehn Tagen sind die Tiere geschlechtsreif und beginnen ihre Eier zu vergraben. Zur Bildung der Eier sind nicht unbedingt männliche Tiere erforderlich, welche meist deutlich geringer vorhanden sind, sondern sie könne auch durch ungeschlechtliche Vermehrung gezeugt werden. Wenn aber ein Männchen vorhanden ist kommt es zur zweigeschlechtlichen Vermehrung.

Die Triops halten sich vorwiegend am Boden der Gewässer auf. Manchmal schwimmen sie auch auf dem Rücken an der Wasseroberfläche entlang. Dabei sind sie auf der Suche nach Futter, das an der Wasseroberfläche treibt. Triops sind Allesfresser, sie ernähren sich zum Beispiel von Algen oder von Insekten die in das Wasser gefallen sind. Da sie Kannibalen sind, kommt es öfters vor, dass sie ihre Artgenossen auffressen.
Nach 8-12 Wochen sterben die Triops dann wieder, nachdem sie hunderte von Eiern im Boden vergraben haben. Nach dieser Zeit trocknen dann die meisten von Triops besiedelten Gewässer wieder aus.