Wasserschnecken
Schneckenlaich
Schneckenlaich im Javamoos

Oft haben die Wasserschnecken einen schlechten Ruf, dass sie Wasserpflanzen vernichten oder ähnliches. Daher sind die Schnecken bei einigen Aquarianern sehr unbeliebt. Meist lässt es sich jedoch nicht verhindern, dass Schnecken in das Aquarium gelangen. Sie werde über Pflanzen oder Lebendfutter eingeschleppt. Eine drohende Überbevölkerung kann man allerdings verhindern, indem man nicht zu viel füttert. Daher sind sie Schnecken bei weitem nicht so schädlich wie ihr Ruf, sondern eher nützlich und faszinierend zugleich.

Quellblasernschnecke

Quellblasenschnecke

Sie gehört zu den unspektakuläreren Aquarienschnecken. Diese Art wird meistens über Wasserpflanzen in das Aquarium eingeschleppt werden. Ihren Namen hat sie durch das blasenartige Muster ihres Gehäuses bekommen. Sie erreicht eine Größe von maximal einem Zentimeter. Die Gehäusefarbe variiert zwischen braun und Schwarz.



Apfelschnecke

Die Apfelschnecke zählt wohl zu den beliebtesten Aquarienschnecken. Das liegt vor allem an der Größe und der Farbenvielfalt. Das Gehäuse kann bis zu 5cm groß werden. Durch diese Größe ist das Zufüttern der Schnecke unbedingt notwendig. Wenn das Futterangebot zu gering ist, kommt es vor, dass das Aquarium von der Apfelschnecke abgeweidet wird. Diese Schneckenart ist keine Zwitter, daher werden zur Fortpflanzung männliche und weibliche Tiere benötigt. Die Geschlechtsunterscheidung ist allerdings so gut wie unmöglich.

Rennschnecke

Rennschnecke

Die Rennschnecke der Gattung Nertina ist zwar nicht wirklich schnell unterwegs, trotzdem attraktiv. Das Gehäuse hat eine glatte Oberfläche und erreicht eine Länge von bis zu drei Zentimeter. Das Muster und die Farbe des Gehäuses gibt es in den verschiedensten Ausführungen, zum Beispiel Streifen oder Punkte etc. Die Rennschnecke frisst vor allem Algen, aber auch Futterreste. Die Zucht dieser Rennschnecke ist in Aquarienhaltung bislang noch nicht gelungen. Die aus den Eiern geschlüpften Jungtiere benötigen Brackwasser und überleben daher nicht im Süßwasseraquarium. Bei dem im Handel angebotenen Tiere handelt es sich ausschließlich um Wildfänge.

Geweihschnecke

Die Geweihschnecke gehört auch zu den Rennschnecken, allerdings gehört sie der Gattung Clithon an. Sie bleibt deutlich kleiner als die Rennschnecke. Die maximale Länge des Gehäuses beträgt 1,5cm. Das Gehäuse kann in der Farbe auch start variieren. Auf dem Gehäuse befinden sich die für die Geweihschnecke üblichen Stachel. Bei der Zucht herrscht dasselbe Problem wie bei der Rennschnecke.

Posthornschnecke

Posthornschnecke

Durch die verschiedenen Farbformen, die von weiß, rot bis blau reichen, hat sich die Posthornschnecke zu einer beliebten Art entwickelt. Der Durchmesser des Gehäses kann bis zu 4cm betragen. Bei dieser Art ist das Blut durch Hämoglobin rot gefärbt. Die Posthornschnecke ist wie die Quellblasenschnecke ein Zwitter und vermehrt sich sehr gut. Wobei es, wenn keine Überfütterung stattfindet nicht zur Massenvermehrung kommt.



Turmdeckelschnecke

Turmdeckelschnecke

Diese Schneckenart der Gattung Melanoides hat ein sehr dünnes, spitz zulaufendes Gehäuse. Gewöhnlich ist die Farbe ein helles Grau. Es gibt allerdings auch farbige Turmdeckelschnecken, wie zum Beispiel die Venezolanische Turmdeckelschnecke, diese sind aber eher selten anzutreffen.
Bei der Fortpflanzung der Turmdeckelschnecken gibt es einige Besonderheiten. Sie sind zwar auch Zwitter wie die meisten Schnecken, können sich jedoch auch selber befruchten, was bedeutet, dass eine einzige Schnecke ausreicht, damit man Nachkommen im Aquarium hat. Die Schnecken verlassen das Muttertier im lebenden, fertig ausgebildeten Zustand.
Diese Schneckenart verhindert, dass sich Fäulnisse im Bodengrund bilden, da sie sich vorwiegend dort aufhält und das Substrat lockert.