Europäischer Flusskrebs
Astacus astacus

Aussehen

Die Körperlänge des männlichen Krebses beträgt bis zu 20cm, die des weichlichen nur bis zu 12cm. Die Farbe ist meist bräunlich-rot, er kann aber auch bläulich oder grünlich gefärbt sein. Er ist gut am ersten Laufbeinpaar mit den sehr kräftigen, auf der Unterseite roten Scheren zu erkennen. Die Geschlechter kann man durch den männlichen Gonopoden, welche sich aus den ersten beiden Schwimmfüßchenpaaren gebildet haben. Außerdem hat das Weibchen einen deutlich breiteren Schwanzfächer als das Männchen.

Vorkommen

Der Europäische Flusskrebs ist in fast ganz Europa anzutreffen. Allerdings ist die Anzahl der Tiere in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Das liegt zum einen an der Verschmutzung der Flusskrebsgewässer, der deutlich größere Grund dafür ist jedoch die aus Amerika eingeschleppte Krebspest. Die amerikanischen Flusskrebsarten sind gegen diese resistent, die europäischen allerdings nicht.
In Deutschland ist der Flusskrebs vor allem in Baden-Württemberg und Bayern noch anzutreffen.

Aquarien- und Teichhaltung

Wenn man den Edelkrebs im Aquarium halten möchte, sollte dieses für ein Pärchen mindestens 120Liter haben. Die Wassertemperatur sollte zwischen 18° und 22° C liegen. Das Wasser sollte möglichst hart und nicht sauer sein. Damit die Eier sich im Herbst und Winter richtig entwickeln werden allerdings Wassertemperaturen unter 5° C benötigt.
Wenn man einen etwas größeren Teich besitzt, kann man darin mehrere Pärchen zusammenhalten, wobei das Geschlechterverhältnis nicht 1:1 betragen muss. Im Teich findet der Krebs meist selbst genügend Nahrung und muss daher nicht weiter gefüttert werden. Die Überwinterung kann ebenfalls im Teich erfolgen, wenn dieser tief genug ist und nicht durchfriert.

Gefährdung

Die Flusskrebsbestände in Deutschland sind heute sehr gering. Das kommt zum einen durch die Gewässerverschmutzung. Dadurch fühlen sich die Krebse in vielen Gewässern heutzutage nicht mehr wohl, da der Edelkrebs sehr sauberes Wasser benötigt. Der andere und weitaus gravierender Grund ist die aus Amerika eingeschleppte Flusskrebspest. Diese kam durch die amerikanischen Arten zu uns. Die amerikanischen Flusskrebse sind gegen diese Pest immun. Aber auch die amerikanischen Arten, die bei uns im Aquarium gehalten werden, können Träger dieser Pest sein. Daher sollten diese niemals in die Natur ausgesetzt werden.